International Piper experiences

We have been asked to join in with our international Piper experiences in the project of the Hameln Museum. The newspaper presented it like this:
HAMELN. Die Sage des Rattenfängers enthält ganz besondere Zutaten – anders ist es kaum zu erklären, dass sich die Kunde vom geheimnisvollen Fremden, der sämtliche Kinder der Stadt entführt, so lange hält und in aller Welt ein Begriff ist. Während die Sage an ihrem Ursprungsort Hameln Teil der kollektiven Erinnerung und Identität ist, weiß man über Aktualität und die Art der internationalen Verbreitung nur wenig. Das soll sich ändern. In den nächsten eineinhalb Jahren geht das Museum im Ausstellungsprojekt „Pied Piper International“ den Fragen nach, welche Rolle die Sage im Hameln der Gegenwart spielt, warum sie über Länder- und Kulturgrenzen hinweg beliebt ist und welche kulturübergreifenden Botschaften in ihr stecken.

„Im Unterschied zu unseren anderen großen Ausstellungen wird diese in Zusammenarbeit mit einer Projektgruppe entstehen“, sagt Museumsleiter Stefan Daberkow. „Dafür suchen wir Menschen aus Hameln und der Region, die Lust haben, sich auf kreative Weise mit der Rattenfänger-Sage auseinanderzusetzen.“ Weil die internationale Dimension der Sage in den Fokus gerückt werden soll, richte sich das Projekt in erster Linie an Menschen, die eine internationale Perspektive einbringen können, zum Beispiel durch Migrationshintergrund oder einen langen Auslandsaufenthalt. Ziel ist die Erarbeitung einer Sonderausstellung, die im Juni 2020 eröffnet werden soll.

Die Leitung des Projekts hat Wibke Reimer, die im Museum Hameln bereits volontiert hat. Der aus Wieck auf Darß stammenden Ethnologin liegt die Erzählforschung besonders am Herzen. Um die Stelle im Museum Hameln habe sie sich beworben, als sie am Goethe-Institut in Jordanien arbeitete – und zwar „wegen des Rattenfängers“, sagt sie. Nicht nur der Rattenfänger übt eine große Anziehungskraft auf sie aus, auch Hamelns immaterielles Kulturerbe, also die Tatsache, dass die Sage im kulturellen Leben der Stadt so lebendig ist. Insofern gefällt Reimer die Vorstellung, mit Menschen aus Hameln, aber eben auch mit denen, die einen anderen Hintergrund haben, über ihren ganz individuellen Zugang zur Sage zu sprechen.

Die Präsentation der Ausstellung soll modern sein und zum Beispiel Hör- und Videostationen umfassen, an denen unterschiedliche Versionen oder Interpretationen der Sage erzählt werden. Zurückgreifen kann Reimer darüber hinaus auf einen großen Fundus: Das Museum Hameln besitzt die wohl größte Sammlung zum Thema weltweit, darunter auch internationale Rattenfänger-Literatur in 36 Sprachen. Stadträtin Martina Harms zeigte sich angetan von dem innovativen Vorstoß, der die Sage auf noch breitere Füße stellen will. Für das Projekt steuert die Stadt Hameln zehn Prozent, also rund 16  700 Euro, bei.

Den Löwenanteil von rund 150  000 Euro fördert allerdings der Fonds Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes. Bei dem Betrag handelt es sich um die höchstmögliche Fördersumme in diesem Rahmen.

Um möglichst viele Interessierte zu erreichen, arbeitet das Museum mit verschiedenen Kooperationspartnern zusammen. Beteiligen werden sich der British German Club Hameln, die Türkisch-Islamische Gemeinde zu Hameln, das Netzwerk Nordstadt sowie die Deutsch-Französische Gesellschaft. Auch eine einzelne Interessentin stieß am Mittwoch bei der Vorstellung des Projekts schon zur Gruppe: Die kurdische Kunstlehrerin Shahen Mamood, die vor drei Jahren aus dem Nordirak nach Hameln gekommen ist, möchte ebenfalls ihren Teil dazu beitragen.

Interessierte, die am Projekt teilnehmen möchten, können sich bei Projektkoordinatorin Wibke Reimer unter Telefon 05151/2023956 melden oder eine E-Mail anreimer@hameln.de schreiben.”

 

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